rooms of colours – fields of light

„Bilder sind in erster Linie Energiequellen und dann alles andere!“ Raimer Jochims
Die Künstlerin Ernestine Faux erforschte jahrelang die Wechselwirkung zwischen Farbe, Licht und Klang: „Eine Farbe kann jede Temperatur annehmen, jedes Gefühl aufnehmen und in verschiedenen Frequenzen summen.“

Solche Bilder sind weit mehr als das sichtbare Gemälde an der Wand. Man könnte diese Bilder auch als visuelle Partituren ansehen. Dies verweist auf eine musikalische Komponente, welche das Werk wie von innen zusammenzuhalten scheint. Dies führt unweigerlich zum Begriff der Synästhesie, die Fähigkeit, aus Klängen Farben oder Formen abzuleiten und aus Farben Klänge heraus zu hören.

Aus allen Bildern dieser Serie „ROOMS OF COLOURS – FIELDS OF LIGHT“ scheint ein reifes Licht auszustrahlen, welches man als die Verkörperung eines inneren Lichtes ansehen könnte. Im selben Maße ist es auch als Schlüssel zu Emotionen und zu einer spirituellen Dimension zu verstehen. In diesem Sinne trifft sich die Intention der Künstlerin sowohl mit dem Bildbegriff von Mark Rothko als auch Marina Abramovic. Tatsächlich war Farbe für Rothko nur ein Hilfsmittel zu einem höheren Ziel – oder wie er es ausdrückte, ein Medium „um grundlegende menschliche Emotionen hervorzurufen.“

Marina Abramovic: “Kunst soll nicht wie eine Zeitung verwendet werden, weil Nachrichten von heute morgen ihren Wert verloren haben leer sind. Ein Kunstwerk sollte verschiedenen Schichtungen aufweisen, eine Art von Energie beinhalten, eine andauernde Präsenz, die den Unterschied in einem Raum spürbar macht.“