e r n e s t i n e . f a u x

1958 in graz-österreich geboren, absolvierte ernestine faux die modeschule im schloss `hetzendorf´ in wien.
nach der ausbildung übersiedelte sie1978 ins ausland, lebte und arbeitete mehr als acht jahre auf vier kontinenten. 1996 macht ernestine faux bali zu ihrer zweiten heimat. während einer lang-jährigen karriere in der mode - geschäftswelt besteht eine konti-nuierliche auseinandersetzung mit der malerei.
1994 wird das künstlerische schaffen zentrale lebensaufgabe.

solch eine radikale wandlung ist nicht nur eine folge von äußeren umständen, sondern zeugt auch von innerer arbeit, einem reifen, wachsen und entwickeln als mensch.
eine lebendige und gefühlsvolle offenbarung ernestine’s reise als künstlerin; eine liebesgeschichte zwischen europa und asien, dem geist und der seele, dem persönlich bezogenen und dem kosmischen, die aber auch kraftvoll in den großen bildern zum ausdruck kommt, gefüllt mit realistisch gemalten symbolen und kraftvollen, strahlenden farben.

austellungen in europa und asien sind zeuge eine lebens gelebt zwischen dem westen und osten. zahlreiche werke wurden von öffentlichen plätzen in auftrag gegeben und von privaten kunst-sammlern in der ganzen welt angekauft.

 

zu den bildern von ernestine faux

„würden die farben nicht das ohr erreichen,
wie könnten die töne das auge berühren.“

betritt man mit offenem blick, aber auch mit offenem ohr, die anziehenden, meist großformatigen bilder von ernestine faux, so folgt man immer auch einer einladung zu einem rendezvous mit seinen sinnen.

der ort dieses geschehens ist gewoben aus farbklängen und klangfarben,
aus licht und ton also – und liegt irgendwo zwischen endlichkeit und ewigkeit, zwischen abwesenheit und anwesenheit, zwischen ruhe und bewegung. was diesen raum bestimmt, ist allem voran das atmosphärische selbst, das unabdingbare bezogensein des sichtbaren auf das unsichtbar, des geoffenbarten auf das nichtgeoffenbarte, des einzelnen zum ganzen. und ernestine faux`s bilder sind immer schon selbst dieser raum.

aber nicht nur als kunstgenuss, oder wahrnehmungsfelder für den betrachter sind diese bildräume eingerichtet und geöffnet, sondern die ewigkeit selbst scheint sich hier mit dem endlichen zu einem schöpferischen dialog einzufinden.
so sind diese bilder im eigentlichen sinne eher als zwischenräume zu sehen, als kraftfelder, als übergänge von einer schöpfungsebene in eine andere. während eines längeren verweilens in diesen – aufs feinste gemalten – bilddimensionen, erwächst dem betrachter die erinnerung, dass auch er diese magischen orte in sich träg, ja vielleicht überhaupt nur ein raum ist, in dem sich diese zwei welten in einem unaufhörlichen schöpferischen tanz begegnen. und gerade durch dieses sich „er-innern“ kommt man dem geheimnis – welche alle bilder mit stiller würde in sich tragen – ein wenig näher, und damit vielleicht auch sich selbst.

die subtile erhabenheit und kosmische ordnung, der leuchtende farbenreichtum, die poesie des gemalten gegenstandes – bildbegriffe, welche von allen werken ausstrahlen – haben ihren tiefen grund im schwingungsausgleich zwischen farbe und klang, form und leere, zentrum und peripherie, welt und kosmos.

die malerei von ernestine faux – entstanden in einem ebenso geistigen zwischenraum zwischen asien und europa, und zwischen dem 20. und 21. jahrhundert – zählt zu den gelungensten und vor allem vitalsten beispielen einer angehenden neuen weltkunst, welche sich weniger mit stil-, standort-,
oder zeitbezogenen inhalten auseinandersetzt, sondern sich mehr um eine globale, multikulturelle, kosmische und gleichzeitig höchst persönliche identität bemüht.

„kunst ohne schönheit ist unerträglich“ ,schreibt der deutsche maler und
kunsthistoriker raimer jochims.

der mut von ernestine faux, sich mit ihrer malerei zu einer außergewöhnlich hohen dosis von schönheit, sinnlichkeit und stillen kontemplation zu bekennen, lässt uns immer wieder erstaunen. aber gleichzeitig nährt und ehrt gerade diese – ihre – entscheidung, unsere von der sonne des zeitgeistes ein wenig ausgebleichten sinne.
und gerade in diesem „kunstsinnigen“ bekenntnis scheint sich auch die botschaft der künstlerin wie von selbst zu vermitteln: „der sinn, nach dem wir heutzutage mehr denn je auf der suche sind, kann nur mittels unserer erwachten sinne erkannt, erlebt und verwirklicht werden.“

manfred makra steyr, 2001

 

places of work

1978-1979 jordan / amman
1980-1981 zaire / kinshasa
1982-1984 indonesia / bali
1984-1985 united arab emirates / abu dhabi
1985-1986 singapore
1986-1995 indonesia - bali
1996-1998 austria - indonesia / bali - australia
1999-2002 austria - indonesia / bali – italy / sicily


solo and group-exhibitions

1986 alliance francaise – singapore
1987 pertamina club jakarta – indonesia
1988 atelier ubud – indonesia / bali
1994 atelier ubud – indonesia / bali
1995 café atelier graz - austria
1996 creative gallery – vienna / austria
1998 house of arts – graz / austria
1999 impression gallery sedona – CA / USA
2000 house of arts – graz / austria
2001 joanneum artgallery – graz / austria
2002 telecom-house – graz / austria


installations / projects

1989-1994 illustration of children book: bali ABC
portrait commissions
design work for interior space & special events
1996 installation of commissioned large size work in
hong kong tony roma’s restaurant
1997 installation of commissioned work for private
hospital sanatorium hansa - austria
1998 installation of commissioned large size work in
berlin - germany tony roma’s restaurant
2000 banjol - public park project with donna mobile
gleisdorf – austria
2002-2003 house of arts – graz / austria
project supernova- with donna mobile